Durch Raum und Zeit

Kunst in St. Nikolaus Dürscheid

Künstlerische Intervention im Kirchenraum - Gemeinschaftsprojekt von sechs Künstlern

Textile Installation aus bemaltem Spinnvlies symbolisiert die Spuren der Geflüchteten, Spuren denen sie nachgehen und die sie hinterlassen.


Die alte Holzskulptur des JACOBUS wird zu einem Teil der Installation.

Durch den Prozess der Hitzeeinwirkung im leichten, zarten Textil entstehen reliefartige Öffnungen und Erhebungen. Diese Risse des fragilen Vlieses spiegeln Wunden und Narben der Geflüchteten wider. Und sie zeugen von Gewalt und der Verletzbarkeit jenseits aller Gerechtigkeit.

Das in der Musik verwendete Aushaltezeichen Fermate schafft ein Innehalten, eine räumliche und zeitliche Distanz zu Ereignissen des eigenen Lebens. Somit steht es symbolisch für Lebenswege und -erfahrungen vieler Pilger, die schon im Mittelalter „in die Fremde gingen“. Eine Analogie zwischen Pilger- und Fluchtwegen der zu uns kommenden Geflüchteten wird hergestellt.

FERMATE

Verbundene Nägel

Rostige, mit Verbandsmull umwickelte Nägel erinnern an Wunden, körperliche Schmerzen und Verletzungen, an Angst. Mull ist die schützende Hülle, die zum Symbol der Heilung und Hoffnung wird - für die Geflüchteten und uns alle.

Fotos: Peter Kupp